Trocknungsmöglichkeiten

Zur Trocknung feuchter Luft oder feuchter Bausubstanz stehen zwei Maßnahmen zur Verfügung:

  1. Erwärmen der Raumluft in Verbindung mit Stoßlüften oder
  2. der Einsatz eines Bautrockners (Kondensationstrockners).

Die erste Maßnahme ist relativ heizkostenintensiv, da die Räume mindestens auf 18 °C temperiert werden müssen – allerdings fällt der Erfolg trotzdem meistens sehr bescheiden aus. Bei jeder Stoßlüftung wird zwar feuchte Luft abgeführt, allerdings strömt natürlich dieselbe Menge Luft wieder in den Raum ein. Da es ganz selten vorkommt, dass die Außenluft einen sehr niedrigen Feuchtewert besitzt, ist diese Methode nur im Winter – und auch dort nur an wenigen Tagen – anzuwenden. Trockene Außenluft weist eine hohe Aufnahmefähigkeit für Wasserdampf auf. Ist diese Luft jedoch kalt, wie dies im Winter der Fall ist, muss diese in den Innenraum geströmte trockene Luft unter hohem Kosteneinsatz erwärmt werden.

Bei der zweiten Maßnahme wird die im geschlossenen Raum vorhandene feuchte Luft nach dem Kondensationsprinzip (siehe Funktionsweise Kondensationstrockner) kontinuierlich entfeuchtet. Unter Berücksichtigung des Energieverbrauchs hat die Entfeuchtung einen entscheidenden Vorteil:

Der Energieaufwand beschränkt sich ausschließlich auf das vorhandene Raumvolumen. Die bei dem Entfeuchtungsprozess freiwerdende mechanische Wärme hebt die Raumtemperatur leicht an. Bei ordnungsgemäßer Anwendung verbraucht der Kondensationstrockner nur ca. 25 % der Energie, die beim Prinzip "Heizen und Lüften" aufgebracht werden muss.